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- Kategorie: Sport
- Veröffentlicht am Sonntag, 29. Juli 2012 15:30
- Geschrieben von Wolf

10.700 € für die Suppenküche in Südafrika
Präsidenten- und Charityturnier im Golf Club Husumer Bucht
Das muss man mögen. Platternder Regen zu Beginn des zweiten Präsidenten- und Charityturniers im Golf Club Husumer Bucht. Was tut man nicht alles für den guten Zweck. Glücklicherweise hatte der Wettergott ein Einsehen und im Laufe der Runde ließ sich sogar die Sonne noch blicken.
Wissen Sie, was ein Springbok ist? Das ist ein undefinierbarer giftgrüner Schnaps, mit dem wurde die Essensrunde eingeläutet. Exotische Köstlichkeiten hatte sich Tiny Lonsdorfer einfallen lassen, um den Turnierteilnehmern etwas dem Anlass Angemessenes zu bieten. Krokodil und Antilope auf Zitronen-Honigsoße mit Chakalaka und Pürree von der Macadamianuss. Da gab es im Vorfeld zweifelnde Blicke. Meine Tischnachbarin wollte das Krokodil denn auch nicht essen, es hätte ja einen Menschen gefressen haben können. Nachdem sie aber gekostet und sich vergewissert hatte, dass die Krokodile aus einer Zucht waren, war sie begeistert, wie wir alle.
Der Erlös des Turniers ist für die Suppenküche in Beaufort West in Südafrika bestimmt. Im letzten Jahr kamen 6.000 € zusammen, von dem Geld konnte ein neues Küchengebäude gebaut werden und die alte Hütte wurde umgebaut. Eine Krankenstation wurde eingerichtet. „Diese ist notwendig geworden, weil ein ehemals vorbildliches Gesundheitssystem ruiniert worden ist. Die Versorgung in den öffentlichen Kliniken ist katastrophal", führte Werner Lonsdorfer, Präsident des Husumer Golfclubs, aus, „zu Hause, in überfüllten, ungeheizten Häusern ohne fließend Wasser ist es fast unmöglich für die Kleinen, gesund zu werden." Ein Zukunftsprojekt ist es, zusammen mit Flugkapitänen und Ärzten gezielte Hilfe zu organisieren. Flug und Behandlung sind kostenneutral, nicht aber Unterbringung und Medikamente.
Viele der Kinder sind im Vorschulalter, es soll versucht werden der Suppenküche einen Kindergarten anzugliedern. Die Verwaltung verweigert allerdings die kostenlose Überlassung der benötigten Fläche, diese muss angekauft oder gemietet werden. Eine weitere Notwendigkeit ist die Errichtung eines festen Zaunes um die Gebäude. „Where hunger is, there is no law", so Lonsdorfer, „aber die Nachbarschaft weiß von unseren gefüllten Schränken."
Als Familie Lonsdorfer vor einigen Jahren das Projekt Suppenküche startete, konnten 25.000 Mahlzeiten im Jahr ausgegeben werden. Heute sind es, mit zwei- bis dreihundert Kindern täglich, ca. 60.000 Mahlzeiten im Jahr. „Eigentlich unbegreiflich in einem so reichen Land wie Südafrika. Leider ist die Regierungspartei, der African National Congress, nicht in der Lage und auch nicht Willens, durchaus profilierte Ökonomen walten zu lassen, sondern stümpert mit längst überholtem, unqualifiziertem Halbwissen an Wirtschaft und Politik herum", so Lonsdorfer.
Delene Slabbert dankt den TurnierteilnehmernDelene Slabbert, aus Südafrika angereist, Leiterin der Suppenküche „Helpende Hande", dankte den Turnierteilnehmern mit bewegenden Worten für die großzügige Spendenbereitschaft.
Aufgrund der zahlreichen Spenden vieler Firmen und Einzelpersonen sowie des Erlöses der Tombola kamen am Ende 10.700 € zusammen.
Die Sieger des Golfturniers:
Gruppe A Netto Hcp 0-22.0
1. Zillah Ransom-Gläser, Peter Schild, Grete Schild, York Friedrich Kraft (62)
2. Brian Egan, Peter Nebert, Dr. Andreas Gerken, Ingo R. M. Kruppa (62)
3. Dr. Dieter Heimann, Uta Knörr, Prof. Dr. Jürgen Thede, Dieter Knörr (61)
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Die TurniersiegerGruppe B Netto Hcp 22.1-54
1. Andreas Olejniczak, Karl-Heinz Tewes, Dörte Tewes, Gesa Molinas (65)
2. Willi Sonntag, Thomas Meeder, Marie-Anna Sonntag, Henry Burg (61)
3. Anton Mayer, Jens-Uwe Jensen, Delene Slabbert, Meagan Daniels (61)
Brutto
1. Joerg Dettmer, Claus Rathje, Traute Rathje, Michael Wykrent (45)
2. Uwe Petersen, Hans Jürgen Hansen, Elisabeth Petersen, Susanne Hansen (37)
Anschließend gab es köstlichen südafrikanischen Wein, es wurde ein langer Abend.
Wolfgang Claussen











