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Bundeswehr-Standortschließungen

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Meyer bietet Gemeinden Hilfe an

Ein KasernentorDie neue Kieler Landesregierung will die von der Bundeswehr-Standortschließung betroffenen Gemeinden weiter unterstützen. Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) sagte der Nachrichtensendung "NDR aktuell" im NDR Fernsehen, es gebe verschiedene Hilfsmöglichkeiten, u. a. im Rahmen des im vergangenen Jahr von der Vorgängerregierung beschlossenen "Aktionsplans Konversion".

Meyer: "Wir helfen bei der Beratung, wir wollen aber auch helfen, dass die Flächen möglichst günstig abgegeben werden." Dazu sei die Mitwirkung des Bundes erforderlich, so Meyer. Es sei eine "schwierige Situation, wenn so viele Standorte geschlossen werden oder Truppen reduziert werden".

Meyer sprach sich in "NDR aktuell" für Konversionspartnerschaften aus, die standortbezogen alle Verantwortlichen an einen Tisch bringen. Deren Aufgabe könnte u. a. die Auswahl der am besten geeigneten Investoren sein. Für die Bundeswehrangehörigen, die jetzt das Land verlassen sollen, die aber ein Interesse hätten zu bleiben, gebe es Chancen: "Wir brauchen Fachkräfte im Land, auch das wäre ein interessanter Aspekt, den wir angehen möchten."

Ingbert LiebingIngbert LiebingZur gestern vorgelegten Feinausplanung der Bundeswehrstrukturreform erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete für Nordfriesland und Dithmarschen-Nord, Ingbert Liebing:
"Es ist gut, dass mit der heute von Bundesverteidigungsminister Thomas de  Maiziere vorgelegten Feinplanung Klarheit über die Zeitschiene der bereits beschlossenen Standortentscheidungen entsteht. Dies ist gut für die Soldatinnen und Soldaten sowie zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die auf diese Klarheit seit längerem warten. Während die Veränderungen in Stadum/Leck bereits sehr frühzeitig greifen, was schon vor Monaten bekannt gemacht worden war, hat Seeth etwas mehr Luft, sich in den nächsten drei Jahren auf den Truppenabzug vorzubereiten. Bereits beim Besuch von Staatssekretär Thomas Kossendey vor zwei Wochen war deutlich geworden, dass jetzt ein intensives Personalmanagement einsetzen muss, um die Interessen der Beschäftigten der Bundeswehr zu wahren. Jetzt kommt es darauf an, die Zeit bis zur endgültigen Standortschliessung zu nutzen, um in enger Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Bundeswehr und BIMA den Prozess der Konversion zu gestalten. Dies ist bereits auf guten Weg gebracht."

(NfI)